Sicherheit & Transparenz
Unsere Depotbanken
Wir prüfen jede Depotbank nach denselben Kriterien wie eine Unternehmensanlage: erstklassige Bilanz, faire Konditionen, volle Regulierung.
Warum wir Banken so sorgfältig prüfen
Ihr Depot liegt bei einer Bank, nicht bei INVESTORY. Das bedeutet: Die Solvenz Ihrer Depotbank ist genauso wichtig wie Ihre Anlagestrategie. Eine schlechte Bank kann das beste Portfolio gefährden.
Wir haben noch nie mit UBS oder Credit Suisse zusammengearbeitet – obwohl beide unter Staatsschutz stehen. Warum? Weil wir grundsätzlich keine Wetten auf dünne Eigenkapitaldecken eingehen. «Too Big to Fail» ist kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Risikosignal.
Unsere Depotbanken werden nach zwei Kriterien ausgewählt: hervorragende Bilanz und faire Konditionen für unsere Kunden. Beides muss erfüllt sein.
«Wenn sich die Bonität einer Bank verschlechtert, fordern wir den Kunden auf, die Bank zu wechseln – bevor es zu einem Problem wird, nicht danach.»— INVESTORY, Anlagephilosophie
Was ist das?
Die Tier-1-Kernkapitalquote erklärt
So einfach wie möglich – damit Sie verstehen, warum wir darauf so viel Wert legen
Was ist Kernkapital?
Das Kernkapital ist das «eigene Geld» einer Bank: Aktienkapital plus einbehaltene Gewinne. Es gehört der Bank selbst – nicht den Einlegern oder Gläubigern. Je mehr davon vorhanden ist, desto besser kann die Bank Verluste verkraften.
Was sind risikogewichtete Aktiven?
Nicht alle Kredite sind gleich riskant. Ein Kredit an die Schweizer Eidgenossenschaft ist sicherer als ein Konsumentenkredit. Die Bank gewichtet alle Anlagen nach Risiko – und das Kernkapital muss einen Mindestanteil davon abdecken.
Was sagt die Quote aus?
Die Tier-1-Quote zeigt: Wie viel Prozent ihrer risikogewichteten Anlagen kann die Bank aus eigenem Kapital absorbieren, wenn es schiefläuft? 20% bedeutet: Die Bank kann bis zu einem Fünftel ihrer risikobewerteten Positionen verlieren – und steht immer noch.
Einfaches Beispiel
Stell dir vor, du kaufst ein Haus für 100 Franken. Du hast 20 Franken gespart (Eigenkapital) und borgst 80 Franken von der Bank (Fremdkapital). Wenn das Haus an Wert verliert und nur noch 85 Franken wert ist – kein Problem, du hast noch genug. Verliert es aber 25 Franken an Wert, bist du pleite. Banken funktionieren genauso – nur dass sie mit viel mehr Fremdkapital arbeiten als normale Firmen. Deshalb schreibt die FINMA vor, wie viel eigenes Geld eine Bank mindestens haben muss: die Tier-1-Quote.
Unsere Partner
Die drei Depotbanken im Detail
Aktuelle Kennzahlen, Stärken und für welche Kunden die Bank geeignet ist
Swissquote Bank
Börsenkotiert · Gland VD · FINMA-Kategorie 3
Kernkapitalquote (Tier 1 / CET1)
Quelle: Präsentation H1/2025 (Swissquote Group Holding AG)
Stand: 31. Juni 2025
Veröffentlicht: 14. August 2025
Profil & Eignung
ETF-Sparpläne Aktienmandate Grosse Portfolios
Cornèr Bank / CornerTrader
Privatbank · Lugano · FINMA-Kategorie 3 · Seit 1952
Kernkapitalquote (Tier 1)
Quelle: Cornèr Group Jahresbericht 2025
Kapitalressourcen: CHF 1.223 Mrd. (2025), +5.9% p.a.
*Hinweis: Privatbank, keine Börsennotiz – exakte Quote nicht öffentlich
Profil & Eignung
Aktiv handelnde Kunden ETF-Strategien
Zuger Kantonalbank
Kantonalbank · Zug · FINMA-Kategorie 3 · Staatsgarantie · Rating AA+
Gesamtkapitalquote (regulatorisch)
Quelle: Jahresbericht 2025 (Zuger Kantonalbank)
Stand: 31. Dezember 2025
Veröffentlicht: 2. Februar 2026
Leverage Ratio: 7.6% (Minimum: 3.0%)
Profil & Eignung
Ab CHF 2 Mio. empfohlen Staatsgarantie-Fokus
Regulierung
FINMA-Mindestanforderungen nach Bankenkategorie
Die FINMA stuft Banken in 5 Kategorien ein – je grösser und systemrelevanter, desto höher die Anforderungen
| Kategorie | Beschreibung / Beispiele | Mind. Gesamtkapitalquote | Mind. CET1-Quote | Unsere Banken |
|---|---|---|---|---|
| Kat. 1 | Systemrelevante Grossbanken (UBS) | ≥ 19.0% + Puffer | ≥ 12.9% | — |
| Kat. 2 | Grosse Banken (Raiffeisen, ZKB, Postfinance) | ≥ 14.3% | ≥ 9.7% | — |
| Kat. 3 | Mittelgrosse Banken – individuell je Bank (Bilanzsumme ~CHF 5–100 Mrd.) | ≥ 10.5–14.4% (individuell) | ≥ 7.0–9.7% (individuell) | ✓ Swissquote (~10.5%), Cornèr Bank (~10.5%), Zuger KB (13.4%) |
| Kat. 4 | Kleinere Banken | ≥ 10.5% | ≥ 7.0% | — |
| Kat. 5 | Kleinste Banken | ≥ 8.0% | ≥ 4.5% | — |
Unsere Haltung
Banken, mit denen wir nie gearbeitet haben
Nicht weil sie verboten wären – sondern weil wir mit dünnen Eigenkapitaldecken keine Wetten eingehen
UBS
Die UBS war vor der Finanzkrise 2008 mit einer Tier-1-Quote von unter 10% massiv unterkapitalisiert und musste mit einem staatlichen Rettungspaket von CHF 68 Mrd. stabilisiert werden. «Too Big to Fail» bedeutet: Der Steuerzahler übernimmt das Risiko – nicht die Bank. Das ist kein Qualitätsmerkmal.
Credit Suisse
Die Credit Suisse zeigte jahrelang strukturelle Schwächen in der Bilanz, Managementfehler und eine Tier-1-Quote die – trotz formaler Erfüllung der Mindestanforderungen – das zugrundeliegende Risiko nicht korrekt abbildete. Deren Zwangsübernahme durch die UBS im März 2023 hätte bei frühzeitiger Bonitätsprüfung absehbar gewesen sein können.
Unser Prozess
Wie wir Banken laufend überwachen
Bonitätsprüfung ist kein Einmalereignis – wir verfolgen die Kennzahlen unserer Depotbanken kontinuierlich
Jährliche Tiefenprüfung
Nach Veröffentlichung der Jahresberichte prüfen wir Tier-1-Quote, Leverage Ratio, Gewinnentwicklung und Ratingveränderungen aller Depotbanken.
Laufendes Monitoring
Quartalsberichte, Medienmitteilungen, Ratingentscheide und Marktgerüchte werden verfolgt. Bei Warnsignalen reagieren wir sofort – nicht erst beim Jahresbericht.
Aktive Empfehlung bei Verschlechterung
Falls sich die Bonität einer Depotbank verschlechtert, informieren wir unsere Kunden proaktiv und empfehlen einen Bankwechsel – bevor es zum Problem wird.